Bei den genannten Mitarbeitern handelte es sich um keine Geringeren als seine drei Brüder Bernhard, Franz Junior und Theo Claas. Sie traten dem Unternehmen ein halbes Jahr später offiziell bei, das fortan unter dem Namen „Gebrüder Claas“ firmierte (Theo als jüngster Bruder wurde erst 1940 offiziell Firmenteilhaber). Man begann, womit die Brüder im väterlichen Betrieb bereits erste Erfahrungen gesammelt hatten, nämlich mit der Reparatur und Herstellung von Strohbindern. Doch den vier Brüdern blieb wenig Zeit, um ihre Unternehmung voranzutreiben.
Im Sommer des Jahres 1914 verdunkelten sich die Wolken über Europa und dem Rest der Welt. Der Erste Weltkrieg brach aus. Auch die Claas-Brüder wurden zum Militärdienst eingezogen, und ihr neu gegründetes Unternehmen musste vorerst ruhen. Während ihrer Abwesenheit konnten sie nicht verhindern, dass das Familienanwesen in Heerde aufgrund von Ansprüchen eines Bauern über 85 Mark und eines Tischlermeisters über 196,30 Mark letztlich doch zwangsversteigert wurde. Haus und Hof gingen mit dem gesamten lebenden und toten Inventar in den Besitz eines Warendorfer Kohlen- und Holzhändlers über.






