Wie kann man sich den Ablauf der Tests denn im Detail vorstellen?
Im Regelfall nehmen wir das aktuelle Serienmodell, statten es mit umfangreicher Messtechnik aus und schicken es unter härtesten Bedingungen weltweit aufs Feld. Dazu begeben wir uns auf die Suche nach dem sogenannten 95 Prozent Kunden – ein Kunde, bei dem 95 Prozent der maximalen Belastungen an einer Maschine auftreten. Diesen Betrieb findet man nie exakt. Durch möglichst umfangreiche Messungen in möglichst verschiedenen Bedingungen wird versucht, möglichst nah an den 95-%-Kunden heranzukommen
Am Beispiel von LINER oder DISCO kann das ein Kunde in England sein mit unvorstellbaren Futtermengen im ersten Schnitt oder ein Landwirt in Neuseeland mit ebenfalls hohen Futtermengen, steinigem Gelände und Hanglagen. Wir versuchen eine möglichst breite Datenbasis zu schaffen, um möglichst viele verschiedene Einsatzbedingungen rund um die Welt zu erfassen.
Die Übertragung der äußeren Lasten von der Serienmaschine auf das neue Modell erfolgt über die Referenzstrecke. Dazu werden mit der Serienmaschine Messungen auf der Teststrecke (alle Fahrbahnbeläge mit verschiedenen Geschwindigkeiten) gemacht. Diese Messungen werden dann so zusammengesetzt, dass das Lastkollektiv, was beim Kunden aufgezeichnet wurde, möglichst genau abgebildet wird. Diese Zusammensetzung nennen wir „Fahrstrategie“. Für die Festigkeitsprüfung der neuen Maschine kann dann die Fahrstrategie entweder auf der Teststrecke oder auf dem Hydropuls-Prüfstand nachgefahren werden.