Keine Frage, Verena Hußmann ist ein Profi. Die 40-Jährige ist Diplom-Agraringenieurin, unter anderem als Preisrichterin bei Rinderzuchtschauen gefragt, vor allem aber bewirtschaftet sie mit vier Angestellten und einem Azubi die Fragner GbR in Feuchtwangen: ein Milchviehbetrieb mit rund 400 Tieren, darunter 230 Milchkühe.
Aus dem Diplom macht die zweifache Mutter kein großes Aufheben, und ebenso bodenständig und aufgeschlossen tritt sie auf, wenn es um neue Perspektiven und Sichtweisen geht: Dass auch der Profi immer noch dazulernen kann, steht für sie außer Zweifel: „So kam ich auch vor rund drei Jahren dazu, ein Online-Fütterungstraining bei Denise Völker mitzumachen.“
Etwaige Berührungsängste mit dem Online-Thema hatten sich nicht zuletzt durch die Corona-Erfahrungen verflüchtigt („in der Zeit gab es Zoom-Meetings genug“) und die Motivation war, wie man landläufig so sagt, ergebnisoffen: eine andere Meinung auf den Hof holen und frische Impulse bekommen. „Wenn man lange Jahre in der gleichen Beratung ist, läuft es zwar, aber es schleichen sich möglicherweise auch Fahrlässigkeiten ein, die man selbst gar nicht mehr bemerkt. Im Frühjahr 2021 haben wir dann beschlossen, uns Input von außen zu holen – ganz bewusst von jemand, der uns gar nicht kennt, und wir schauen einfach mal, was daraus wird.“
Beim Training selbst legte Hußmann den größten Wert auf das eigene Controlling. „Wir wollten klar wissen und erfassen, was los ist im Stall, haben das konsequent durchgezogen und in die tägliche Arbeit integriert. Mit der Zeit festigen sich die Routinen dann.“









