Edamame sind junge, unreif geerntete Sojabohnen, die in der Hülse gekocht und als Snack oder Beilage serviert werden. Sie haben sich in Deutschland als Trendgemüse etabliert: beim Verbraucher in asiatischen Gerichten, bei ersten Landwirten als Säule einer nachhaltigeren Landwirtschaft. Ein Besuch beim Edamame-Bauern Benedikt Sprenker in Westfalen.
Ganz zart, kaum wahrnehmbar knackt es, als Benedikt Sprenker die weiche Hülle der Edamame-Hülse aufbricht. Feine Härchen bedecken und schützen das Innere. Drei grüne, eiförmige Bohnen liegen darin – jede für sich noch einmal getrennt in einer weißen, samtigen Hülse. „Edamame wird grün geerntet“, erklärt Sprenker, als er seine Ernte begutachtet. Der Name der Bohne stammt aus dem Japanischen und bedeutet so viel wie „Bohne am Zweig“. Doch die Zweige wachsen nicht rund um Bangkok oder Beijing, sondern in Beckum, mitten in Westfalen.










