Rückblick: Es ist 1996, da entscheidet sich das junge Paar, Andreas und seine Frau Hildegard, für einen Bruch mit der familiären Tradition. Die Bullenzucht wird aufgegeben, zu anstrengend und zu unrentabel für den Betrieb im Nebenerwerb. „Die Verwandtschaft fand das nicht gut“, erinnert sich Andreas an seinen eigenen Nachfolgekonflikt. Heute, fast 30 Jahre später, sind nur noch Schweine da, Bullen waren mal. „Das war die richtige Entscheidung“, sagt Vater Andreas.
Der Hof lebt und wächst mit der Familie: Ende der neunziger Jahre installieren sie eine automatische Fütterungsanlage für die Schweine. Inzwischen wird alles durch neueste Technologie getrackt: Essen, Wasserverbrauch, Temperatur – per Sensor und via Cloud verbunden. Platzt oder leckt irgendwo ein Rohr, ertönt ein Alarmsignal. Das haben Andreas und Simon 2018 gemeinsam eingeführt. „Läuf gut“, sagt Andreas. „Läuf gut“, findet auch Simon, da muss er erstmal nicht ran, wenn er übernimmt.