Auf den Wagen ist Verlass
Zu den weiteren Herausforderungen auf dem Wagen gehört manchmal die Lautstärke in der Halle. Auch kann nicht alles vorbereitet werden: Als der Wagen einmal nicht gefahren ist, hat man alles, was man mitkriegen konnte, in einen Caddy samt Kasse gepackt. Dennoch hatte man 500 Brötchen dabei. In den dreißig Jahren, seit der Verkaufswagen im Werk unterwegs ist, gab es auch nur zwei leichte Unfälle. Einmal einen leichten Zusammenstoß mit einem Gabelstapler. Und vor zwei Jahren mit einem Mähdrescher.
Das Schönste an ihrer Arbeit bleibt für alle drei der Kundenkontakt: „Wenn die Kunden kleine Erlebnisse mit einem teilen, zum Beispiel, dass sie Papa geworden sind“, so Fögeling. Einige Mitarbeiter verabschieden sich von den Verkäuferinnen, wenn sie in den Ruhestand gehen. Generell sind viele dankbar. „Als ich einem Kunden sagte, dass ich bald aufhöre, sagte ein Mitarbeiter, ,da geht mir ein Stück Heimat verloren’.“
Inzwischen kennen die Verkäuferinnen die Wünsche vieler Mitarbeiter. „Man ist ein bisschen wie eine Familie. Man ist mit den Mitarbeitern hier gewachsen“, so Sandra Pollmeyer. Neben den vertrauten Gesichtern vieler langjähriger Mitarbeiter ist auch am Angebot des Verkaufswagens vieles über die Jahre gleichgeblieben. So wird nach wie vor nur mit regionalen Produkten gearbeitet. Die Brötchen werden vom Bäcker geliefert, und der Aufschnitt stammt vom Fleischer. „Das Essen muss authentisch sein und ein gutes Produkt sein. Das passt zum Unternehmen“, so Carsten Brand. Die Speisen dürfen gern rustikal sein: „So, wie man früher die Arbeiter auf den Feldern bewirtet hat, machen wir das auch, nur in der Halle.“