Es war genau im Jahr 1934, als diese Presse, die bezeichnenderweise den Typennamen Pickup trug, auf den Markt kam. In ihrer Patentschrift wurde sie als „Fahrbare Vorrichtung zum Bergen von Stroh, Heu usw. mit einem Aufnahmerechen, einem endlosen Förderer, einer Ballenpresse und einer Ablegevorrichtung, die in einer Linie hintereinander angeordnet sind“ beschrieben. Über eine Seitendeichsel war die Maschine an einem Antriebsschlepper angehängt. Die gepressten und zweimal gebundenen Ballen konnte sie entweder über eine Rutsche auf einen weiteren angehängten Wagen schieben oder in Horden von 10 bis 12 Ballen gesammelt auf dem Feld absetzen.
Vom Aufbau her war die mobile Presse die Weiterentwicklung einer stationär verwendeten Schwingkolbenpresse, die es bei CLAAS damals schon gab. Der Konstrukteur hatte diese Presse – vereinfacht gesagt – mit einer bereiften Achse und einer seitlich verschwenkbaren Deichsel ausgerüstet, sodass sie von einem Traktor gezogen werden konnte. Bei der Arbeit mit seitlich verschwenkter Deichsel konnte die Presse immer in einer Spur neben dem Traktor fahren, während der Traktor selbst in der Spur fuhr, die schon freigeräumt war. Auf diese Weise wurde verhindert, dass der Traktor das Erntegut überfuhr.
Zu den besonderen Innovationen der Presse gehörte vor allem die im Patentschreiben als „Aufnahmerechen“ bezeichnete Komponente. Mit 1,4 m Aufnahmebreite stellte sie das Herzstück der Maschine dar und repräsentierte den Ursprung der bis heute weiterverwendeten Pickup Technik.



