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Über CLAAS
Historie

Historie.

Viele Unternehmen haben eine Geschichte – manche haben Geschichte geschrieben. In der Welt der Landwirtschaft zählt CLAAS zu den prägenden Unternehmen. Begleiten Sie uns auf einen Streifzug durch die Geschichte des Unternehmens seit seiner Gründung 1913.

1913.

Gewerbeanmeldung (1913)

Gründung der Firma.

Die Geschichte von CLAAS beginnt in der beschaulichen Bauernschaft Clarholz-Heerde im östlichen Westfalen. Aufgrund finanzieller Schwierigkeiten im Familienbetrieb von Vater Franz Claas Senior entschloss sich der junge August Claas im Sommer 1913, im Alter von nur 25 Jahren, ein eigenes Kleinunternehmen zu gründen. Gemeinsam mit seinen Brüdern Bernhard, Franz Junior und Theo Claas begann er auf dem heimischen Hof mit der Produktion von Strohbinder für die Landwirtschaft. Im Jahr darauf schlossen sich die Brüder offiziell dem Unternehmen an und führten es fortan unter dem Namen "Gebrüder Claas".

1921.

CLAAS KNOTER (1921)

Erstes CLAAS Patent: Der Knoter-Apparat.

Die Unzuverlässigkeit der Bindung war ein zentrales Problem der Strohbinder. August Claas setzte sich darauf intensiv mit dem Herzstück des Strohbinders auseinander, dem Knoterapparat. 1921 entwickelte er einen eigenen Knoter, der das erste Patent der Firma mit der Nummer 372140 erhielt. Mit dem entscheidenden Patent auf die "begrenzt schwenkbare Oberlippe" im Jahr 1923 wurde die Bindesicherheit des Knoters erheblich gesteigert. Die zuverlässig arbeitenden Strohbinder aus dem Hause CLAAS entwickelten sich zu einem Verkaufsschlager und wurden zum Markenzeichen des Harsewinkeler Unternehmens. 

1936.

CLAAS MÄH-DRESCH-BINDER (MBD) (1936)

Erster europäischer Mähdrescher: CLAAS Mäh-Dresch-Binder (MDB).

Angetrieben vom Erfolg ihres Knoters, wandten sich die Gebrüder Claas in den späten 1920er-Jahren neuen Entwicklungen zu. Besonders fasziniert waren sie von den in Amerika aufkommenden Mähdreschern, die bis dahin in Europa nicht funktionierten. Sie entwickelten ein eigenes funktionierendes Modell, das 1936 auf einem Gutshof in Zschernitz erfolgreich getestet und verkauft wurde, und damit die Geburt des ersten europäischen Mähdreschers markiert. Der MDB ging 1937 in Serie. Bis zur kriegsbedingten Einstellung der Produktion im Jahr 1943 wurden rund 1.400 Maschinen hergestellt.

1946.

CLAAS SUPER auf dem Firmengelände in Harsewinkel (1948)

Quer-Längsfluss-Mähdrescher SUPER wird in den Markt eingeführt.

Der MDB hatte bewiesen, dass der Mähdrusch in Europa funktionierte. Ab 1942 begann CLAAS mit der Entwicklung eines neuen Mähdreschertyps, dem SUPER. Einzigartig an dieser Maschine war das patentierte Quer-Längsfluss-Dreschverfahren, das es ermöglichte, die Maschine ohne seitlichen Zug geradlinig hinter dem Schlepper herzuziehen. Der SUPER wurde als "Alles-Drescher" weltweit verkauft und entwickelte sich mit über 65.000 gebauten Einheiten zur meist produzierten Mähdrescherfamilie von CLAAS. Über drei Jahrzehnte hinweg bildete der SUPER die tragende Säule der Mähdrescherfertigung von CLAAS.

1953.

CLAAS SF Kolonne im Feldeinsatz (1954)

Markteinführung des ersten selbstfahrenden Mähdreschers.

Noch während der Produktion des gezogenen Mähdreschers SUPER begann CLAAS mit der Entwicklung eines selbstfahrenden Mähdreschers. Zum Geburtstag von Firmengründer August Claas wurde am 15. Dezember 1952 der erste selbstfahrende Mähdrescher vorgestellt, der HERCULES, und im Jahr darauf im Markt eingeführt. Da der Name HERCULES markenrechtlich bereits geschützt war, wurde er noch im selben Jahr durch "SF" (Selbstfahrer) ersetzt. Der SF war aufgrund seiner Leistungsfähigkeit und Vielseitigkeit vor allem für Großbetriebe und Lohnunternehmer interessant und legte den Grundstein für die nachfolgenden selbstfahrenden Mähdreschermodelle von CLAAS.

1956.

Erste Produktionshalle des Werkes Paderborn (1956)

Gründung des Werks in Paderborn

Mitte der 1950er-Jahre stieg die Nachfrage nach Mähdreschern so stark an, dass der Personalbedarf in Harsewinkel nicht mehr gedeckt werden konnte. So entschied man sich, eine neue Produktionsstätte auf dem ehemaligen Flughafengelände Mönkeloh am Stadtrand von Paderborn zu errichten, wo 1955 die Bauarbeiten starteten und parallel neue Mitarbeiter ausgebildet wurden. Die erste Produktionshalle mit 3.500 m² Fläche war im Sommer 1956 fertiggestellt, und im Oktober 1956 nahm das Werk offiziell die Produktion auf, was es schnell zu einem wichtigen Standort für CLAAS machte.

1962.

Erste Produktionshalle Werk Metz (ca. 1961)

Produktionsaufnahme im neuen Pressenwerk in Metz (Frankreich).

Schon im Jahr 1958 wurde der Grundstein für das erste CLAAS Werk im Ausland im lothringischen Metz gelegt. Das Werk wurde zur neuen Heimat der Strohpressen und war ein sichtbares Signal für die enge Beziehung zum Nachbarland Frankreich. Die zentrale Lage zwischen zwei großen Märkten war ein gewichtiges Argument, um von hier aus schnell die Landwirtschaft Europas mit Pressen zu versorgen. Die hervorragende Anbindung an das zentraleuropäische Schienennetz war ein weiteres Plus. Metz bot auch eine gute Auswahl an qualifizierten Arbeitskräften. Der Arbeitsmarkt in Lothringen war reich an gut ausgebildeten Menschen, die oft zwei Sprachen beherrschten und damit ideal geeignet für das deutsch-französische Vorhaben waren.

1969.

Luftaufnahme von CLAAS Saulgau (1974)

Programmerweiterung durch Futtererntemaschinen und Feldhäcksler.

CLAAS erlebte in den Wirtschaftswunderjahren nach 1945 einen raschen Aufstieg zum weltweit führenden Mähdrescherhersteller. Doch als der Wirtschaftsboom zu Ende ging, ebbte die Nachfrage nach Landmaschinen stark ab. Dies führte zu einer strategischen Neuausrichtung bei CLAAS. Durch den Zukauf der Firmen Bautz und Speiser in den Jahren 1969 und 1970 erweiterte das Unternehmen seine Produktpalette um Mähwerke, Wender, Schwader, Ladewagen sowie Feldhäcksler. So entwickelte sich CLAAS vom reinen Mähdrescherhersteller zu einem breit aufgestellten Erntespezialisten.

1971.

CLAAS DOMINATOR 80 (1971)

Start der DOMINATOR Baureihe.

Mit dem DOMINATOR setzte CLAAS neue Maßstäbe im internationalen Mähdrescherbau. Bereits im Sommer 1970 lief er erstmals in der Ernte und wurde nach dem Simultaneous Engineering-Verfahren entwickelt, bei dem Entwicklung und Produktion nahezu gleichzeitig stattfanden. 1971 wurde er schließlich im Markt eingeführt. Die neue modulare Bauweise nach dem Baukastenprinzip führte zu einem Rationalisierungsschub mit erheblichen Kostensenkungen in der Fertigung. Der DOMINATOR war zudem für die globalen Märkte entwickelt worden und passte sich dank der „Multi-Crop-Dreschkörbe“ an die verschiedenen Vegetationen weltweit an. In den Folgejahren entwickelte er sich zu einem der meistverkauften Mähdreschermodelle.

1988.

CLAAS QUADRANT 1200 mit MB-trac im Feldeinsatz (1988)

Erste CLAAS Großballenpresse QUADRANT.

Im Jahr 1988 führte CLAAS die QUADRANT 1200 ein - die erste große Quaderballenpresse des Unternehmens. Die Presse war speziell für Großbetriebe und Lohnunternehmer konzipiert und hatte eine Leistung von bis zu 30 Tonnen Stroh pro Stunde. Sie presste Ballen mit einem Gewicht von bis zu 360 kg und Abmessungen von 0,70 m Höhe, 1,20 m Breite und 1,00 bis 2,50 m Länge, was perfekt auf die Transportmaße in Europa abgestimmt war. Durch ihre Wirtschaftlichkeit wurde die QUADRANT schnell zur bevorzugten Presse für professionelle Lohnunternehmer und überbetriebliche Einsätze. Sie ermöglichte eine schnellere Feldräumung und erforderte weniger Lagerraum, was ihre Beliebtheit weiter steigerte.

1993.

Designstudie des XERION 2000

Vorstellung des CLAAS XERION.

Im Jahre 1993 präsentierte CLAAS eine bahnbrechende Innovation im Bereich der Arbeitsmaschinen: Den XERION, einen Traktor, der sich durch seine Wandlungsfähigkeit von Anfang an von herkömmlichen Ackerschleppern abhob. Mit seinen vier gleich großen Rädern, einem stufenlosen Getriebe, einer hohen Motorleistung und vielen anderen einzigartigen Eigenschaften eignet sich der XERION als Trägerfahrzeug für vielfältige Anwendungen. Seit seiner Serienproduktion im Jahr 1997 hat sich der XERION zu einem bedeutenden Akteur in der internationalen Landtechnik entwickelt.

1996.

CLAAS LEXION 480 (1996)

Einführung des CLAAS LEXION.

Mit dem LEXION stieß CLAAS in völlig neue Leistungsklassen vor. Er kombinierte das APS Dreschsystem mit dem Restkornabscheidesystem ROTO PLUS und schuf so das revolutionäre APS HYBRID SYSTEM. Weitere leistungssteigernde Komponenten wie die überarbeitete Kabine mit mehr Komfort für den Fahrer und der intelligente Bordcomputer CEBIS, der dem Fahrer viele Aufgaben abnahm, rundeten die neue Königsklasse ab. Auch die Lenksysteme LASER PILOT und GPS PILOT trugen maßgeblich zur Steigerung der Effizienz bei, da sie die Steuerung des Mähdreschers erheblich erleichterten.

1997.

Schneidwerke aus dem Werk CLAAS Hungaria (2007)

Übernahme eines Werkes in Törökszentmiklos, Ungarn.

Mit der politischen Wende Anfang der 1990er-Jahre eröffneten sich für CLAAS vor allem im Osten neue Absatzchancen. Bereits seit 1969 war CLAAS als einziger westlicher Hersteller in Ungarn erfolgreich aktiv und verdankt bis heute seinen guten Ruf in Osteuropa unter anderem diesem frühen Engagement. Diese besondere Verbindung führte 1997 zur Übernahme eines bestehenden Produktionswerks in Törökszentmiklos, das CLAAS zuvor schon mit wichtigen Komponenten und Teilen belieferte. Heute ist CLAAS Hungaria der größte Agrartechnikhersteller Ungarns und bietet rund 800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern einen verlässlichen Arbeitsplatz. In Törökszentmiklos werden sämtliche Trommelmähwerke sowie Schneidwerke von CLAAS entwickelt und gefertigt.

1999.

Spatenstich für das neue Mähdrescherwerk in Omaha (2000)

Errichtung eines Mähdrescherwerkes in Omaha, USA.

Ende der 1990er-Jahre unternahm CLAAS einen weiteren bedeutenden Schritt auf dem nordamerikanischen Markt. Im Jahr 1997 schloss sich das Unternehmen mit Caterpillar zusammen und eröffnete 1999 in Omaha, Nebraska, ein eigenes Mähdrescherwerk, das es 2002 schließlich vollständig übernahm. CLAAS hat in Nordamerika eine lange Historie, die bis in die 1950er-Jahre zurückreicht, als die ersten Maschinen in die Region exportiert wurden. Den ersten großen Schritt auf dem nordamerikanischen Kontinent unternahm CLAAS in Kooperation mit Ford im Jahr 1965. Um den Vertrieb zu stärken, gründete CLAAS 1979 zudem eine eigene Marketing- und Vertriebsgesellschaft, die seit 1981 in Columbus, Indiana, ansässig ist.

2003.

Patrick Faure und Helmut Claas bei der Vertragsunterschrift (2003)

Übernahme von Renault Agriculture und Traktorenwerk in Le Mans.

Im Jahr 2002 bot sich CLAAS eine überraschende Gelegenheit, als der renommierte Traktorenhersteller Renault Agriculture zum Verkauf stand. Schließlich kam es zur großen Heirat der beiden Unternehmen. Im Vorfeld der französischen Messe Sima 2003 besiegelten Helmut Claas und Patrick Faure in Paris den entscheidenden Vertrag – erst zur Beteiligung an Renault Agriculture, dann in mehreren Schritten zur vollständigen Übernahme des traditionsreichen Traktorenwerks in Le Mans. So wurde aus dem Orange von Renault ein leuchtendes Grün und für CLAAS der lang gehegte Traum vom eigenen Traktor endlich Wirklichkeit. Damit war CLAAS an einem bedeutenden Ziel angelangt: Das Unternehmen war vom Erntespezialisten zum internationalen Long-Liner aufgestiegen.

2005.

Luftaufnahme des Mähdreschwerkes in Krasnodar (2006)

Eröffnung eines Mähdreschwerkes in Krasnodar, Russland.

In den russischen Markt trat CLAAS erstmals 1992 durch den Export von Gebrauchtmaschinen ein. 1996 folgte die Eröffnung eines Verkaufsbüros in Moskau, aus dem 2006 die Vertriebsgesellschaft OOO CLAAS Vostok hervorging. 2005 eröffnete CLAAS eine Mähdrescherproduktion im südrussischen Krasnodar.

2014.

Standort Gaomi (2022)

Übernahme eines Mähdreschwerkes in Gaomi, China.

Im Jahr 2014 übernahm CLAAS die Mehrheit an dem chinesischen Landtechnikproduzenten Shandong Jinyee Machinery Manufacture Co. Ltd. (Jinyee). Das Unternehmen firmiert heute unter dem Namen CLAAS Agricultural Machinery (Shandong) Co. Ltd. und produziert verschiedene Erntemaschinen am Standort Gaomi, insbesondere für die Mais- und Weizenernte. Diese werden unter dem Namen CLAAS sowie unter dem einheimischen Markennamen CHUNYU überwiegend für den chinesischen Markt gefertigt. Das Unternehmen verfügt über ein umfassendes Vertriebs- und Servicenetz in Zentral- und Nordchina. Bereits seit 2012 ist das Unternehmen zudem mit der Vertriebs- und Servicegesellschaft CLAAS Agricultural Machinery Trading (Beijing) Co., Ltd in China präsent. 

2017.

Standort Dissen

Gründung der CLAAS E-Systems

Bereits 1994 gründete CLAAS den Geschäftsbereich AGROCOM, in den es einige Jahre später den damals führenden Anbieter für Agrarsoftware, Klöpper & Wiege, erfolgreich integrierte. Heute hat CLAAS all seine Kräfte im Elektronikbereich in einer neuen Tochtergesellschaft, der E-Systems, gebündelt. Seit 2017 entwickelt sie am neuen Elektronikzentrum im niedersächsischen Dissen innovative Lösungen für die moderne Landwirtschaft der Zukunft. 

2019.

CLAAS LEXION 8800

Vorstellung des neuen LEXION.

Im Jahr 2019 stieß CLAAS erneut in neue Dimensionen des Mähdrescherbaus vor. Das Unternehmen entwickelte seinen größten Mähdrescher, den LEXION, von Grund auf neu. Intelligenter und effizienter als je zuvor setzte er erneut Maßstäbe. Im Vergleich zum Vorgängermodell wurde die Ernteleistung des Spitzenmodells um beeindruckende 25 Prozent gesteigert. Das Flaggschiff der Baureihe bildet der LEXION 8900. Die beiden LEXION Modelle 8700 und 8800 garantieren dank gesteigerter Motorleistung und angepasster Prozesstechnik noch höhere Leistungsreserven als ihre Vorgänger. Der neue LEXION 8600 rundet das Angebot ab und überzeugt unter allen Erntebedingungen mit Wirtschaftlichkeit und solider Durchsatzleistung.

2021.

CLAAS TRION 530

Vorstellung des TRION.

Mit 20 neuen Mähdreschern der Baureihe TRION setzte CLAAS seine 2019 gestartete Modelloffensive bei Erntetechnik im Jahr 2021 fort. Die hochmoderne TRION Baureihe umfasst neben 5- und 6-Schüttlermaschinen auch Hybridmähdrescher mit Einzel- wie auch Doppelrotor sowie mehrere TERRA TRAC und MONTANA Ausführungen. Damit entsteht eine Varianten- und Ausstattungsvielfalt, die in dieser Mähdrescherklasse ihresgleichen sucht. Der neue TRION markiert damit einen weiteren Meilenstein der CLAAS Mähdreschergenetik, da er auf jeden Markt, jedes Kundensegment und jede Pflanzen- und Getreideart anpassbar ist. Maximale Druscheffizienz und einfache Handhabung kundenorientiert kombiniert für jeden Betrieb und jede Bedingung. Kurz gesagt: TRION – Fits your farm. 

2023.

CLAAS XERION 12.650

Neuer 12er XERION

Mit der neuen XERION 12er Serie präsentiert CLAAS kompromisslos leistungsstarke Spezialisten in der höchsten Leistungsklasse bei Traktoren. Die zwei Modelle oberhalb der XERION 4200 - 5000 zeichnen sich durch das hocheffiziente Niedrigdrehzahl-Antriebskonzept 2.0, das Fahrerassistenzsystem CEMOS, eine enorme Hydraulik-Pumpenleistung von bis zu 537 l/min sowie eine neue Kabine mit großzügigem Platzangebot und Vierpunkt-Federung aus, und erhalten als TERRA TRAC Variante neu entwickelte, gedämpfte Raupenlaufwerke von CLAAS Industrietechnik. Dadurch bieten sie mehr Stärke denn je: Stärkere Rentabilität, stärkere Zugleistung, stärkeren Komfort und stärkere Assistenz.