Bauartbedingt wird mittig liegendes Erntegut bei der Arbeit mit Mittelschwadern nicht aufgenommen, gewendet und locker in das geformte Schwad eingearbeitet. Das durch die Kreisel von den Seiten zusammengerechte Material wird beim Schwaden auf das mittig liegende, unberührte Erntegut abgelegt, was bei anspruchsvollem Erntegut und feuchten Bedingungen kein optimales, gleichmäßiges Abtrocknen ermöglicht.
Vor allem in der Heuernte, wo eine homogene Qualität in vergleichsweise empfindlichem Erntegut erzielt werden soll, können zusätzlich vor den Kreiseln installierte Schwadwender das Abtrocknen fördern. Luzerne oder Kleegras kann so beispielsweise auf Mähschwad antrocknen, und nach dem Schwaden gleichmäßig durchtrocknen.
Keilförmiger Aufbau und mechanische Entlastung für optimales Arbeitsergebnis
CLAAS bietet für LINER 3100-2600 Zweikreiselschwader nun eine neue Option an, die kein zusätzliches Steuergerät benötigt. Der Schwadwender wird an der Deichsel montiert und an den vorhandenen Hydraulikkreislauf angeschlossen, sodass er am Vorgewende über den Hydraulikkreislauf der Aushubzylinder für die Kreiselarme mit ausgehoben und abgesenkt wird. Zweimal zwei passiv angetriebene Sternräder nehmen mittig liegendes Erntegut auch zwischen den Stoppeln auf und fördern es gleichmäßig zu den Seiten, wo die Kreiselzinken es aufnehmen und locker entgegen der Fahrtrichtung in das Schwad einarbeiten. Durch die homogene, luftige Ablage wird ein gleichmäßiges Durchtrocknen gefördert. Darüber hinaus lässt sich das Schwad durch nachfolgende Erntetechnik besser aufnehmen, da die Halme und Blätter nicht mehr längs, sondern quer zur Mährichtung ausgerichtet sind.


