Produktoffensive, Innovationen und Auszeichnungen
Das Geschäftsjahr stand im Zeichen einer bisher beispiellosen Produktoffensive, die auf der Weltleitmesse für Landtechnik Agritechnica in Hannover ihren Höhepunkt fand. CLAAS präsentierte zahlreiche Neuheiten, die technologische Maßstäbe setzen:
Die neue Feldhäckslerbaureihe JAGUAR 1000 verschiebt mit dem breitesten Gutfluss am Markt und einer Motorleistung bis 1.110 PS die Grenzen der Durchsatzleistung. Kurz nach der Einführung stellte der neue JAGUAR 1200, der auch mit einem „Farm Machine Award“ ausgezeichnet wurde, mit 4.096 Tonnen geernteter Silage in 12 Stunden einen neuen Weltrekord auf.
Die neue Großtraktoren-Baureihe AXION 9 wurde mit einer komplett neu entwickelten Kabine, intelligentem Antriebsstrangmanagement und umfassender Konnektivität vorgestellt. Der AXION 9.450 TERRA TRAC wurde mit dem renommierten Titel „Tractor of the Year 2026“ in der Kategorie „HighPower“ ausgezeichnet. Das Portfolio ist zudem um den stärksten Vierzylinder-Traktor, den ARION 570 CMATIC und den Kompakttraktor AXOS 3 erweitert worden.
Die neueste Generation der LEXION 8000 Baureihe sowie der neue TRION 760 als Flaggschiff der Mittelklasse-Mähdrescher festigen die Marktführerschaft von CLAAS in der Erntetechnik.
Ein wichtiger Schritt im Bereich alternativer Antriebstechnologien wurde mit der Vorstellung des elektrischen Teleskopladers TORION 537e vollzogen. Bei den Pressen und in der Futtererntetechnik stellten die Einführung der neuen Quaderballenpresse CUBIX, die einen Agritechnica Innovation Award in Gold erhielt, und die variable Rundballenpresse CEREX 700 ein Highlight dar. Auf der Agritechnica erhielt CLAAS außerdem vier Silbermedaillen, unter anderem für das vorausschauende, vollständig adaptive Antriebsstrang-Managementsystem für stufenlose Traktoren.
Im Bereich der Digitalisierung wurde mit CLAAS connect ein neues digitales Ökosystem etabliert, das weit über den reinen Maschinenbetrieb hinausgeht und den Fokus auf Interoperabilität und gemischte Flotten legt.
Investitionen in die Zukunft: Standorte und Forschung
CLAAS hat sein Investitionsprogramm konsequent fortgesetzt und in die Modernisierung und den Ausbau seiner Infrastruktur investiert. Die Forschungs- und Entwicklungskosten beliefen sich auch 2025 erneut auf dem sehr hohen Niveau von 319,9 Mio. Euro. Damit investiert CLAAS – wie in den Vorjahren – über 300 Mio. Euro jährlich in F&E und schafft so die Grundlage für Innovationskraft. Dieses kontinuierlich hohe Engagement unterstreicht, wie wichtig Forschung und Entwicklung für den nachhaltigen Erfolg und die Zukunft des Unternehmens sind.
An den CLAAS Standorten wurden wichtige Investitionsprojekte umgesetzt: Am Standort in Harsewinkel ging ein neues, hochautomatisiertes Vorfertigungszentrum in Betrieb.
In Bad Saulgau, dem Standort für Futtererntetechnik, startete die neue Werksstruktur mit einem vollautomatisierten Hochregallager. Eine Multifunktionshalle zur Erweiterung der Traktorenproduktion entsteht derzeit im französischen Le Mans. In Omaha (USA), wo CLAAS einen Standort für die Mähdrescherfertigung betreibt, wurde der Grundstein für ein neues Forschungs- und Entwicklungszentrum gelegt – zur Stärkung der Präsenz im Wachstumsmarkt Nordamerika.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der digitalen Transformation, insbesondere dem konzernweiten Umstieg auf das ERP-System S/4HANA, das die Grundlage für zukünftige Innovationen und Effizienzsteigerungen bildet.
Ausblick auf 2026: leichte Marktbelebung und moderater Umsatzanstieg erwartet
Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet CLAAS trotz anhaltender politischer Unsicherheiten und weiterhin unterdurchschnittlicher Erzeugerpreise eine leichte Erholung der globalen Landtechnikmärkte. Das Ausmaß und die Geschwindigkeit dieser Erholung werden sich jedoch regional unterscheiden.
Aufgrund der Reduzierung von Lagerbeständen in den Vertriebskanälen und der erwarteten leichten Marktbelebung rechnet die CLAAS Gruppe für 2026 mit einem moderaten Umsatzanstieg. Dem stehen jedoch zusätzliche Kosten für den Ausbau von Vertriebsstrukturen, höhere Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, Zölle sowie Digitalisierungsprojekte gegenüber. Daher wird beim Ergebnis vor Ertragsteuern ein moderater Rückgang prognostiziert.