Mario Bock fährt den XERION als einer von zwei Stammfahrern des südwestlich von Berlin auf dem Hohen Fläming gelegenen Betriebes. Die Maschine aus der neuen Großtraktorenserie von Claas kam am 1. März 2024 pünktlich zur Bodenbearbeitung für die Frühjahrsbestellung auf den Hof. Allerdings war Mario Bock anfangs nicht glücklich darüber, wie er zugibt: „Ich hatte schon immer die Großtraktoren, zuletzt war es der T9 von New Holland. Der hat mir gut gefallen, also habe ich mich innerlich ein bisschen gewehrt.“ Doch gleich die ersten Tage änderten seine Meinung. „Das ist alles so übersichtlich und verständlich auf dem XERION“, sagt er und schaut fast verwundert in der geräumigen Kabine umher: „Hier drin ist alles an dem Platz, wo man es erwartet. Die Kabine ist superleise und gut gedämpft. Und die Übersicht ist toll, weil der Auspuff und der Filter vorne weg sind. Das ist ein wirklich schönes Arbeiten!“
Und das ist auch gut so, denn Mario Bock und sein Kollege verbringen seit Anfang März viel Zeit in genau dieser Kabine. Seit die Biogasgülle auf die Flächen für die Sommerkulturen ausgebracht wird, fährt der XERION mit dem Tiger hinterher, arbeitet sie ein und bereitet die Flächen vor. Bevor dann, sobald das Wetter es zulässt, Mais, Rüben und Kartoffeln in die Erde kommen. „Jeder von uns beiden sitzt zurzeit 10 h täglich hier oben. Das Tankfahrzeug und das Mittagessen kommen zu uns, nachts bleibt die Maschine draußen. Sie soll so wenig wie möglich auf die Straße.“ Häufige Straßenfahrten würden den Betrieb tatsächlich teuer zu stehen kommen, denn der Verbund aus drei Agrarunternehmen bewirtschaftet zusammen etwa 5.300 ha ziemlich weit auseinanderliegende Ackerfläche.
„Da kann man nicht jeden draufsetzen“
Wenn dann ab August die zweite Hauptaufgabe des XERION ansteht – die Aussaat des Wintergetreides – dann werden die Arbeitstage der beiden XERION Fahrer sogar noch länger: „Dann arbeiten wir rund um die Uhr, in zwei 12-h-Schichten.“ Für Mario Bock ist das auch ganz richtig so: „So eine Maschine zu fahren, dafür braucht es schon eine Menge Erfahrung. Da kann man nicht jeden draufsetzen.“
Und Erfahrung hat Stammfahrer Bock wirklich. Er hat in diesem Betrieb gelernt, als das noch gar nicht dieser Betrieb war: Mitte der 1980er hat der heute 58-Jährige in der LPG Wiesenburg seine Lehre absolviert, dann eine Zeit woanders gearbeitet. Seit 15 Jahren ist er wieder zurück in der Landgut Reppinichen GmbH und hat den größten Teil davon auf den größten Schleppern verbracht. Und trotz der 12-h-Schichten mag er die Wintergetreideaussaat, erzählt er: „Auf unseren großen Schlägen schaffe ich 60 ha pro Schicht, das macht schon Spaß. Außerdem ist die Maschine total zuverlässig und superwartungsarm.“




