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Volldampf vor Weihnachten
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Volldampf vor Weihnachten

Volldampf vor Weihnachten

Jedes Jahr am 1. November fällt auf dem Gut Dobersdorf bei Kiel der Startschuss für Weihnachten. Dann verwandelt sich der idyllisch gelegene Gutshof 7 Wochen lang in einen wuseligen Taubenschlag. Ein Lkw nach dem anderen wird im Akkord beladen, diverse Teleskopladerverschieben unzählige Paletten und statt der üblichen 20 Festangestellten sind auf dem Betrieb bis zu 120 Mitarbeiter im Einsatz. 

 

Für die große Betriebsamkeit gibt es einen guten Grund. Es gilt, ein absolutes Saisonprodukt zu ernten, zu konfektionieren und rechtzeitig an die zahlreichen Kunden auszuliefern: Weihnachtsbäume. Und zwar sehr viele. Unvorstellbare 800.000 Bäume vermarktet das Gut Dobersdorf pro Saison. Und das europaweit, von Großbritannien über Finnland und Osteuropa bis nach Italien.

 

„Wir haben 1994 ganz klein angefangen und sind stetig gewachsen“, sagt Christian von Burgsdorff. „Heute bauen wir Tannen auf etwa 900 ha Fläche an.“ Der Betrieb hat sich spezialisiert auf Nordmanntannen für den Massenmarkt. Die Bäume werden im Alter von 10 bis 12 Jahren geschlagen und an Großabnehmer wie Baumärkte und große Supermarktketten verkauft.

800.000 Bäume auf einer Fläche von 900 ha.

120 Mitarbieter sind in der Saison auf den Feldern des Guts.

Anspruchsvolle Pflege für den perfekten Baum

So einfach die Geschäftsidee klingt, so anspruchsvoll ist die Umsetzung. Denn um Weihnachtsbäume in der gewünschten Qualität zu erzeugen, also möglichst buschig, gerade und mit nur einer Spitze, ist viel Know-how im Anbau gefragt. Nach dem Pflanzen der 3-jährigen Setzlinge erhalten die Bäume einmal jährlich einen Formschnitt per Hand, werden zweimal gedüngt und gegen Unkraut, Milben, Läuse und Pilze behandelt. Dazu kommt die Ausbringung von Triebhemmern, die ein übermäßiges Längenwachstum verhindern.

 

Geerntet wird mit Spezialmaschinen aus eigener Entwicklung. Damit können die Bäume gleich auf dem Feld eingenetzt und per Transportband auf Spezialpaletten mit 2,5 m hohen Stützhölzern befördert werden. Die Paletten fassen etwa 100 Bäume und sind vergleichbar mit Containern in der Schifffahrt. Sie lassen sich leicht mit Teleskopladern transportieren und sind in Höhe und Breite so genormt, dass sie den Laderaum eines 40-t-Lkw optimal ausfüllen. 

Logistik als Schlüsselfaktor

Das ist wichtig für den schnellen Umschlag der Bäume auf dem Betrieb. „Logistik ist für uns neben dem Anbau ein ganz großes Thema“, sagt Christian von Burgsdorff. Denn in Spitzenzeiten kommen täglich bis zu 100 Lkw auf den Hof, um Ware abzuholen. Da muss das Beladen reibungslos funktionieren.

 

In dieser Saison ist zum ersten Mal ein SCORPION 738 VARIPOWER dabei, mit 143 PS der stärkste Teleskoplader auf dem Betrieb. Die neue Maschine ist in der kurzen Saison im Dauereinsatz. Der Teleskoplader wird etwa 450 Lkw mit den Baumpaletten beladen. Dazu kommen noch 300 Verladungen der frisch geernteten Bäume, die mit betriebseigenen Lkw und Anhängern vom Feld zum Hof gebracht werden.

Fahrer Dominik Pilś ist froh über die Power und das einfache Handling des SCORPION.

Betriebsleiter Christian Burgsdorff vermarktet seit über 30 Jahren Weihnachtsbäume und hat Anbau und Logistik immer weiter optimiert.

Fahrer mit Leidenschaft

Fahrer Dominik Pilś hat den SCORPION nach 150 Arbeitsstunden bereits ins Herz geschlossen: „Das ist eine sehr gute Maschine. Sie ist schnell und hat viel Power. Genau das, was wir brauchen beim Verladen.“ Das macht er mit einem beeindruckenden Tempo. Um einen Lkw mit zehn Paletten komplett zu beladen, braucht er im Schnitt zehn Minuten. „Mein Rekord liegt aber bei sieben“, erzählt Pilś und lacht.

 

Froh ist er über den luftgefederten Fahrersitz, der das Einsammeln der Baumpaletten vom Feldrand wesentlich komfortabler macht. Auch die 360°-Grad-Arbeitsbeleuchtung hat ihn überzeugt. Pilś: „Die brauche ich sehr oft, weil wir viel im Dunkeln arbeiten.“

 

Christian von Burgsdorff sitzt derweil mit sechs Kollegen im Büro, wo er im Minutentakt Anrufe entgegennimmt oder Infos von seinen Mitarbeitern zu Erntefortschritten und anstehenden Auslieferungen bekommt. Für Einschätzungen zu einzelnen Maschinen fehlt ihm die Zeit. „Die müssen einfach funktionieren“, meint Burgsdorff. „Den SCORPION haben wir seit Juli. Seitdem habe ich nichts von der Maschine gehört. Dann ist für mich alles gut.“