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Über CLAAS

Auf dem Verladeplatz vor den Produktionshallen stehen Mähwerke, Wender, Schwader und Vorsatzgeräte für Feldhäcksler, alle frisch produziert in leuchtendem Saatengrün, fertig für den Transport zum Kunden. Der südlichste CLAAS Standort Deutschlands in Bad Saulgau ist das Kompetenzzentrum für Futterernte. Das Besondere: Hier entsteht keine einzige Maschine mit Motor. Dafür fast alles andere rund um Futtererntetechnik.


„Wir produzieren 200 unterschiedliche Produkttypen“, sagt Simon Bohner vom Produktmarketing Futterernte. Die Produkte werden dabei stetig komplexer, größer und intelligenter. „Der MAX CUT, der DISCO, der VOLTO, der LINER, die Vorsatzgeräte und Häckseltechnik für den JAGUAR Selbstfahrer – das alles kommt aus Saulgau“.

Das Werk: familiär, freundlich, anpackend


Mit mehr als 800 Mitarbeitenden auf 180.000 Quadratmetern ist das Werksgelände groß, die Stimmung aber familiär, freundlich – und anpackend. „In der Vorfertigung verarbeiten die Mitarbeitenden jedes Jahr allein 24.000 km Schweißdraht, das reicht einmal um die halbe Welt“, so Simon Bohner. Im Wareneingang kommen Tag für Tag circa 80 Laster mit Material und Einzelteilen, die dann durch die Qualitätssicherung geprüft und im Anschluss verarbeitet werden.
 

„Dann muss es schnell gehen“, sagt Sylvia Stumpp aus der Qualitätssicherung. „Ich überprüfe die ankommende Ware auf Mängel – und finde falls notwendig eine Lösung“, erklärt sie. „Da komme ich an manchen Tagen auf bis zu 20 Anrufe bei Lieferanten und Zulieferern, bis ich den passenden Ersatz in der gewohnt hohen Qualität besorgt habe“, sagt sie und lacht. Ihr Einsatz lohnt sich: „Kurz gesagt sorge ich dafür, dass kein Band stehen bleibt“, fasst Sylvia Stumpp ihre Aufgabe zusammen. Reger Betrieb herrscht auch bei der Farbgebung: „Jahr für Jahr bekommen etwa 800.000 Einzelteile hier die unverwechselbaren CLAAS Farben“, erklärt Simon Bohner.

50 Millionen Euro Investitionen in den Standort

 

„Unter dem Projektnamen ‚ForageGO!‘ wird der Standort in Bad Saulgau seit 2022 kontinuierlich umstrukturiert und erweitert“, erklärt Standortleiter Ulrich Nickol. Mehr als 50 Millionen Euro werden dafür bis 2025 in die Standortinfrastruktur und Fertigungseinrichtungen im Werk investiert – ein Großprojekt bei laufendem Betrieb.  Aktuell befindet sich ein neues Logistikzentrum mit insgesamt 9.500 Quadratmetern im Bau. Der neue Logistikbereich wird gemäß der Gebäude-Energieeffizienzklasse KfW 40 erbaut. „Die gesamte Dachfläche wird mit einer Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 950 kWp bestückt“, erklärt Nickol.  


Mit „ForageGo!“ wächst das Werk zusammen mit der Zahl an Mitarbeitenden: Während in der Vergangenheit rund 600 Menschen bei CLAAS in Saulgau arbeiteten, sind es inzwischen mehr als 800. 

 

Was diese Zahlen nicht verraten, sind der starke Zusammenhalt innerhalb der Belegschaft und die Verbundenheit zum Kunden und Unternehmen. „Wir fühlen uns nicht als reines Produktionswerk“, so Ulrich Nickol. „Durch die lange Historie haben wir eine stabile Mannschaft mit Vielen, die einen starken Bezug zur Landwirtschaft haben“, betont der Standortleiter, der seit 28 Jahren bei CLAAS ist.

Lange Tradition der Agrartechnik


In der Tat blickt das baden-württembergische Werk auf mehr als 100 Jahre Agrartechnik zurück: Die Geschichte von CLAAS Saulgau beginnt zwar offiziell erst 1969 mit der Übernahme der Firma Bautz, einem renommierten Hersteller von Erntemaschinen. Bautz selbst wurde
allerdings um 1900 gegründet und etablierte sich schnell als Pionier im Landmaschinenbau.


In Bad Saulgau liegt auch der Ursprung für eines der bekanntesten CLAAS Produkte: des JAGUAR Feldhäckslers. Der Name kam übrigens über Umwege zur Gruppe: 1970 übernahm CLAAS ein weiteres Unternehmen, die Firma Speiser in Göppingen. Speiser war der Spezialist für Häckslertechnik mit Trommel und baute gezogene Häcksler, die bereits den Namen JAGUAR trugen. Die Produktion wurde aus Göppingen nach Bad Saulgau verlegt, wo CLAAS den ersten selbstfahrenden Feldhäcksler entwickelte.


Mittlerweile werden die Häcksler im Hauptwerk in Harsewinkel endmontiert. „Aber das Herz des JAGUAR, das Häckselaggregat, kommt aus Bad Saulgau. Und das macht uns stolz“, betont Simon Bohner.

Fünf Fakten zu Bad Saulgau.

 

1.

Bad Saulgau ist eine Stadt im Süden Deutschlands, im Bundesland Baden-Württemberg. Sie hat etwa 17.000 Einwohner und liegt im Landkreis Sigmaringen in der Region Oberschwaben. 

 

2.

Die Stadt hat eine lange Geschichte und wurde erstmals im Jahr 819 urkundlich erwähnt. Im Mittelalter war sie ein wichtiger Markt- und Handelsplatz in der Region. Seit 2000 trägt Saulgau offiziell den Namenszusatz "Bad," was auf ihre Bedeutung als Kurort hinweist.

 

3.

Bad Saulgau ist bekannt für seine Thermalquelle, die Sonnenhof-Therme. Sie zieht Besucher aus nah und fern an und trägt zum Ruf der Stadt als Kur- und Erholungsort bei.

 

4.

Die Stadt hat eine vielfältige Wirtschaftsstruktur. Neben mittelständischen Unternehmen in den Bereichen Maschinenbau, Elektrotechnik und Nahrungsmittelindustrie ist auch die Landwirtschaft von Bedeutung, auch in der umliegenden Region Oberschwaben.

 

5.

Bad Saulgau ist bekannt für seine gut erhaltene Altstadt und seine traditionellen Feste, wie das historische Heimatfest. Zudem ist die Region für ihre schwäbische Küche bekannt, die lokale Spezialitäten wie Maultaschen und Spätzle umfasst.