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Ernte nach 30 Jahren

Ernte nach 30 Jahren

„Einen alten Baum versetzt man nicht“ behauptet ein gängiges Sprichwort. Doch wenn Fahrer Bodo Wilkens mit seinem TORION und einem vierköpfigen Arbeitsteam im Einsatz ist, passiert genau das: Das Team versetzt Bäume. 

 

Wilkens und seine Kollegen arbeiten für die Baumschule Bruns in Bad Zwischenahn bei Oldenburg. Mit über 500 ha Anbaufläche und etwa 350 Mitarbeitenden gehört sie zu den größten Baumschulen Europas. Entsprechend breit ist die Produktpalette. Von natürlich gewachsenen Laub- und Nadelgehölzen über Hecken- und Formgehölze bis zu Bäumen und Sträuchern bietet der Betrieb alles, was zur Begrünung öffentlicher und privater Flächen benötigt wird. Ausgeliefert wird europaweit. 

 

Das Markenzeichen des Standortes Gristede sind sogenannte Großbäume. Kiefern, Eichen und viele andere Baumarten werden hier mit einer Höhe von bis zu 14 m und Stammumfängen bis zu 120 cm produziert. Das ist mit viel Aufwand verbunden. Die Bäume werden mehrfach innerhalb der Baumschule verpflanzt, regelmäßig geschnitten, gedüngt und gewässert. „In jedem Baum steckt viel Arbeit und Know-how“, sagt Jens Romanowski, Betriebsleiter am Standort Gristede. „Entsprechend wertvoll sind die Pflanzen.“ 

Ist der Baum „geerntet“, wird der Ballen in Jute eingewickelt und mit einem Drahtkorb stabilisiert. Für den Transport wird zum Schluss die Krone gebunden.

Der riesige hydraulische Stecher hebt den Baum mit einem 1,30 m tiefen Ballen aus.

Wenn der Radlader zum Baumversetzer wird 

 

Damit die Bäume unversehrt und pünktlich beim Kunden ankommen, wird eine professionelle Logistik und Technik benötigt. Die Schlüsselmaschine für das Entnehmen der Großbäume ist ein TORION 1913 mit 222 PS und 11,5 t Kipplast. Diese Kraftreserven sind laut Jens Romanowski unbedingt erforderlich: „Die Bäume werden mit Erdballen ausgeliefert, die über 250 cm Durchmesser haben können. Zusammen mit dem Holz ist man da in der Spitze bei einem Gewicht von 10 bis 12 t.“ 

 

Bei etwas kleineren Bäumen arbeitet der TORION mit einem sogenannten Ballenstecher am Hubgerüst. Die vier 1,30 m hohen, nach innen gebogenen Spaten des Ballenstechers schneiden einen konisch geformten Erdballen um das Wurzelwerk herum aus. Bei den größten Bäumen gräbt ein Minibagger einen Graben um den Stamm herum. Anschließend hebt der TORION den Baum mit einer verlängerten Palettengabel aus dem Boden. 

Teamarbeit zwischen Wurzel und Stahl 

 

Das Arbeitsteam, das jede Baumentnahme begleitet, wickelt den Ballen im Anschluss in ein Jutegewebe ein, damit er nicht austrocknet. Dazu kommt ein doppelter Drahtkorb, der den Ballen zusammenhält. Der letzte Schritt ist das Zusammenbinden der Krone für den Transport. Die Bäume werden per Lkw zum Kunden transportiert. Für die größten Exemplare ist ein begleiteter Sondertransport erforderlich. 

 

„Der TORION ist bei uns seit zwei Jahren ganzjährig im Einsatz und arbeitet seitdem absolut verlässlich“, sagt Betriebsleiter Romanowski. „Bäume mit über 10 t Gewicht schafft die Maschine völlig problemlos.“ Bis auf breitere Reifen zur Bodenschonung gibt es keine besondere Zusatzausstattung. Besonders wertvoll ist die standardmäßig eingebaute Waage für die weitere Logistik. Denn mit dem Gewicht lässt sich frühzeitig planen, welche Maschinen beim Einpflanzen durch den Auftraggeber erforderlich sind. 

 

Pro Jahr „erntet“ der TORION viele Großbäume für den Verkauf. Dazu kommen noch diverse Umpflanzungen von Bäumen auf dem Betrieb. Fahrer Bodo Wilkens arbeitet gerne mit der Maschine. „Der fährt sich sehr gut, auch auf der Straße, und ist dabei trotz der Größe überraschend wendig“, meint Wilkens. „Besonders gut gefällt mir die Hydraulik, die ist perfekt abgestimmt. Auch wenn viel Hubleistung gefragt ist, kann ich immer im Standgas arbeiten.“ 

Laut Betriebsleiter Jens Romanowski ist der TORION ideal für den speziellen Einsatzbereich in der Baumschule.

»Wir kommen gut miteinander aus«, sagt Fahrer Bodo Wilkens über seine Maschine.

Für die Zukunft pflanzen

 

Aus Sicht von Betriebsleiter Jens Romanowski sind die Arbeitsabläufe bei der Baumaufzucht, Entnahme und Vertriebslogistik derzeit optimal aufeinander abgestimmt. Allerdings gibt es eine Aufgabe, die nicht so leicht zu lösen ist: „Wir müssen heute die Baumarten pflanzen, die in 30 Jahren gefragt sein werden. Es ist ein Geschäft, das über Generationen geht. Das ist schön, aber auch herausfordernd.“