Eigentlich ist der Strand von Hörnum auf Sylt perfekt. Strahlend heller Pudersand, weiße Strandkörbe und am Horizont die Nachbarinseln Föhr und Amrum vor ruhigem Wattenmeer. Umso verwunderter blicken die Urlaubsgäste auf das 16 Meter lange Gespann, das zügig seine Bahnen durch den feinen Sand zieht: ein 445-PS-starker AXION 960 TERRA TRAC mit Planierschild und einem sogenannten Schürfkübel.
Das Gespann gehört Broder Christiansen. Er ist es gewohnt, vor Publikum zu arbeiten. Denn mit seiner Firma hat er sich auf Küstenschutz spezialisiert, das heißt, er baut Deiche, rekonstruiert komplette Strände samt Dünen oder setzt Betontetrapoden, um Wellen zu brechen. Sein Kerngeschäft sind die Landarbeiten bei der Sandaufspülung wie am 40 Kilometer langen Strand von Sylt.
Mit seiner Dienstleistung ist er an der ganzen Nord- und Ostseeküste gefragt. Auf Sylt ist er regelmäßig im Einsatz. Hier bewegt er mit einem dänischen Unternehmen nach den Winterstürmen jedes Jahr etwa 1,3 Millionen Kubikmeter Sand, um die Strände wieder instand zu setzen. Das Standardverfahren dafür ist das Aufspülen mithilfe von Spezialschiffen, die in Küstennähe Sand vom Meeresboden aufsaugen und mit Wasser über eine Rohrleitung an den Strand pumpen. Christiansen bringt den Sand anschließend mit seinem 20-köpfigen Team in die gewünschte Form.
Dabei arbeitet er mit schwerem Gerät. Jeweils vier schwere Raupen, Bagger und Radlader gehören zum Maschinenpark. Dazu kommen drei große Traktoren, Tieflader, Mulden und Anhänger für den Transport von Maschinen, Spülrohren und Sand. Doch das Verfahren ist aufwendig und teuer, der Dieselverbrauch hoch.










