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Über CLAAS

E-Antrieb

Alleskönner mit E

Es ist nur ein Prototyp, für den zurzeit noch keine Serienproduktion geplant ist. Doch der SCORPION 732 E macht deutlich, welches Potenzial ein Elektroantrieb bei hofnah eingesetzten Arbeitsmaschinen haben kann. 

 

Äußerlich ist der SCORPION 732 E kaum von anderen Modellen zu unterscheiden. Nur das „E“ im Modellnamen verrät, dass es sich um eine elektrische Variante der vielseitigen Maschine handelt. Und die ist durchaus kräftig ausgestattet. Zwei voneinander unabhängige Elektromotoren bringen jeweils 90 Kilowatt Leistung mit. Damit reiht sich die Elektrovariante leistungsmäßig zwischen den Modellen der kleinen und großen SCORPION Baureihe ein.

 

Vier Stunden durcharbeiten 

Voll aufgeladen kann die Maschine bis zu vier Stunden am Stück eingesetzt werden – genug für die meisten Arbeiten auf der Hofstelle. Zudem können Arbeitspausen immer wieder zum Aufladen der Maschine genutzt werden. Und das geht beim Elektro SCORPION sehr zügig. Um die Batterie von 5 auf 100 Prozent aufzuladen, werden bei 22 kW Ladeleistung maximal drei Stunden benötigt. 

 

Zudem ist das Aufladen sehr unkompliziert und funktioniert ohne spezielle Ladesäule. Möglich macht das ein On-Board-Ladegerät und eine sogenannte mobile Wallbox. Damit lässt sich die Batterie an jedem beliebigen Stromanschluss mit 230 bis 400 Volt Wechselstrom aufladen. 

Die Batterieaufladung ist bei einer Ladeleistung von 22 kW innerhalb von drei Stunden möglich.

Günstige Unterhaltung

Bei der Wartung und kleineren Reparaturen sind die Unterschiede zu den Modellen mit Dieselmotor gering. Arbeiten an der Hydraulikanlage oder der 12-Volt-Elektrik können Landwirte oder Mitarbeiter nach kurzer Einweisung selbst erledigen. Nur für das Hochvoltsystem des Elektromotors werden umfangreiche Schulungen benötigt. In diesem Bereich sollten deshalb nur externe Fachtechniker arbeiten.

 

Der Preis für den SCORPION 732 E läge zurzeit höher als bei vergleichbaren konventionellen Maschinen. Das liegt vor allem an den aktuell noch recht teuren Batterie-Speichersystemen. Dennoch kann sich der Kauf rechnen. So ist der laufende Betrieb der Maschine günstiger, weil der Aufwand für Wartung und Reparaturen gering ist. Vor allem aber kann statt Diesel preiswerter, selbst erzeugter Strom „getankt“ werden, wenn regenerative Energiequellen auf dem Hof verfügbar sind. 

 

Nach Einschätzung von CLAAS Ingenieuren macht es deshalb grundsätzlich Sinn, für hofnahe Arbeiten auf Maschinen mit Elektroantrieb zu setzen. Denn während Großtraktoren oder Erntemaschinen wegen ihres Leistungsbedarfs riesige Batterien benötigen würden, können Maschinen für leichte Hofarbeiten mit deutlich kleineren Batterien arbeiten. Zudem sind die Arbeitseinsätze hier meist kürzer und es gibt viel mehr Gelegenheiten, die Batterien wieder aufzuladen.