Teilflächenspezifische Bewirtschaftung
Nach der Beprobung werden die Daten zu den NPK-Gehalten, dem pH-Wert und den Humusgehalten in das CLAAS connect Programm überführt und Düngekarten mit einem Raster von 2,5 ha erstellt. „Die eingesetzten Stickstoffmengen variieren in den Teilflächen zwischen 40 und 90 kg/ha. So gelingt es uns, die Bestände und vor allem die Abreife einheitlich zu gestalten“, sagt der Junglandwirt.
Auch für die Aussaat und Düngung von Getreide und Mais nutzt er CLAAS connect. Hier passt er in einem kleineren Raster von 10 x 10 m2 die Düngung an und beim Mais zusätzlich die Aussaatstärken. Im Weizen lokalisierte er mithilfe der Biomassekarten von Satellitenaufnahmen die bereits wegen Trockenheit abgestorbenen Teilflächen und verzichtete hier komplett auf eine N-Abschlussgabe. Dadurch konnte der Betrieb 5 t Dünger einsparen. Um beim Mais die Aussaatdichte zu optimieren, wurden in CLAAS connect aktuelle Biomassekarten und vor allem die Ertragspotenziale der letzten sieben bis acht Jahre als Basis herangezogen. Tjark Hartmann-Paulsen nutzt diese Daten, um die Saatdichte in den Teilflächen nach oben und unten anzupassen, je nach den zu erwartenden Erträgen. Das ist ein Lernprozess und erfordert laut Hartmann-Paulsen eine gewisse Erfahrung, funktioniert für ihn aber bisher sehr gut und verlässlich.
„Man muss sich einfach trauen, etwas auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln“, meint Hartmann-Paulsen. So testete er im abgelaufenen Jahr erstmals eine teilflächenspezifische Fungizidbehandlung in Gerste. Bei Fragen bekommt er vom lokalen CLAAS Vertrieb immer umgehend eine Antwort. Um die digitalen Karten mit den tatsächlichen Verhältnissen auf dem Acker abzugleichen, ist es ihm wichtig, die Flächen regelmäßig zu kontrollieren und auch Arbeitsgänge selbst zu erledigen.
„Für unseren Betrieb mit unseren Voraussetzungen hat das mit der teilflächenspezifischen Bearbeitung zu 99 % geklappt“, sagt er. „Durch die gleichmäßigere Verteilung der Dünger haben wir bessere Qualitäten bei den Kartoffeln und im Getreide. Damit hat das Programm sein Geld verdient. Und das ist für uns die Hauptsache.“