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Den Unternehmen thermal Drones, AgXeed und CLAAS ist es gemeinsam gelungen, ein Drohnen-Interface zu entwickeln, über das sich die Wildtierrettung per Drohne erstmals mit der autonomen Mahd verbinden lässt. CLAAS hat speziell dafür ein neuartiges Routenplanungstool entwickelt, das noch in diesem Jahr über CLAAS connect zur Verfügung stehen soll. Über das Drohnen-Interface werden die Wildtier-Fundortdaten der Drohne in Echtzeit an das Routenplanungstool übermittelt und die Route mittels Künstlicher Intelligenz (KI) so geplant, dass das autonome Mähwerksgespann automatisch um die Fundorte der Tiere herumgeleitet wird. 

thermal DRONES Fernbedienung

CLAAS Connect

Wildtierrettung in drei Schritten

 

Schritt 1: Drohnenüberfliegung

Kurz vor der Mahd wird die Zielfläche mit einer Hochleistungsdrohne (thermal Drones) mit Wärmebildkamera überflogen. Die Daten der detektierten Wärmequellen von Wildtieren und Brutgelegen werden zunächst gespeichert.

 

Schritt 2: Online-Routenplanung

Hier kommt das neue Interface zum Tragen: thermal Drones bereitet die Drohnendaten mit einer Software auf und übermittelt sie zusammen mit den jeweiligen GPS-Positionsdaten an das Routenplanungstool in CLAAS connect. Über CLAAS connect hat ebenso das autonome Mähgespann Zugriff auf die geplante Route.

 

Schritt 3: Autonome Mahd

Das Mähgespann aus AgBot™ (AgXeed) und DISCO 3200 F umfährt die Fundorte der Wildtiere vollautonom. 

AgBot™

Schlepperdaten auf dem Smartphone

Die häufigsten Besucherfragen:

 

„Entsteht durch die zusätzliche Routenplanung ein Zeitfenster, in dem detektierte Tiere ihre Position ändern könnten?“

 

Technisch gesehen nein, denn die Routenplanung erfolgt online, also in Echtzeit. In der Praxis kann es dennoch zu Zeitverzug kommen, wenn Drohnen- und Mähleistung nicht übereinstimmen. Die Hochleistungsdrohnen von thermal DRONES arbeiten nämlich mit einer enormen Flächenleistung von 30–50 ha/h, mit der man fünf große Mähkombinationen beschäftigen könnte. Abhängig von der Schlaggröße und der Schlagkraft der Mähkette kommt es praktisch also zu einem kleinen Zeitversatz. Allerdings verändern Rehkitze ihre Position wegen des Drückinstinkts für gewöhnlich nicht. Und dann gibt es ja auch genauso Zielobjekte wie geschützte Brutgelege, bei denen der Zeitfaktor gar keine Rolle spielt. Vor allem aber ermöglicht das neue Verfahren, bei dem Überflug, Rettung und Mahd voneinander entkoppelt sind, eine wildtierschonende und gleichzeitig sehr effiziente Mahd mit deutlich geringerem Personaleinsatz.

 

„Können Drohnen mit Wärmebildkamera nur in den Morgenstunden fliegen.“

 

Die spezielle Kameratechnik und eine über Jahre weiterentwickelte Software ermöglichen die sichere Wildtierdetektion auch bei hohen Außentemperaturen und hoher Sonneneinstrahlung, wenn sich die Temperaturen von Tier und Umgebung nur noch wenig unterscheiden. Die Hochleistungsdrohnen von thermal DRONES arbeiten deutlich präziser als herkömmliche Drohnen und zuverlässig über 24 Stunden. Damit erweitert sich der Zeitraum für die effektive Wildtiersuche deutlich, sodass das Verfahren zeitnah vor den Mäharbeiten genutzt werden kann.

 

„Ist das neue Verfahren auf den Einsatz autonomer Fahrzeuge beschränkt?“

 

Nein, die neue Routenplanung lässt sich genauso bei Mähgespannen mit Standardtraktoren, die mit Fahrer und einem Lenksystem unterwegs sind, einsetzen und ist deshalb schon heute eine attraktive Kundenlösung. Über die Routenplanung erhält der Fahrer auf seinem Smartphone rechtzeitig die Information über den Fundort, kann das Kitz entweder umfahren oder absteigen und es direkt aus der Fläche tragen. Außerdem erfüllt der Landwirt dank der Maßnahmen-Dokumentation automatisch seine Nachweispflicht.

 

„Was würde die Drohnenüberfliegung in dem neuen Verfahren kosten?“

 

Eine Hochleistungsdrohne von thermal Drones inklusive Software-Paket ist in der Anschaffung zwar etwas teurer, dank der deutlich höheren Flächenleistung sinken die Überfliegungskosten aber um ein Vielfaches.