Wie ist Ihre Einschätzung zum aktuellen Mähdrescherangebot von CLAAS?
"CLAAS ist sehr gut positioniert. Mit den drei Modellreihen – LEXION, TRION und EVION – kann das Unternehmen für jede Betriebsart einen passenden Mähdrescher anbieten, von den kleineren Eigenmechanisierern über Großbetriebe bis hin zu Lohnunternehmern. Sehr gut ist es, dass die Maschinen im mittleren und unteren Leistungssegment heute auch mit den Regel- und Informationstechniken ausgestattet werden können, die früher ausschließlich im oberen Leistungssegment verfügbar waren. Als weiterer wichtiger Aspekt lassen sich die Maschinen vernetzen, sodass sie ihre Arbeitsdaten mit dem Betriebsbüro oder anderen Maschinen austauschen können."
Wie könnten die Entwicklungen in Zukunft weitergehen?
"Schon die Evolution der LEXION Baureihe von 1995 bis heute hat gezeigt, dass sich die Leistungsdichte trotz fast gleichbleibender äußerer Maschinenabmessungen signifikant erhöht hat. Die Mähdrescherkonstrukteure werden auch zukünftig neue Funktionen der Dresch- und Trennelemente in Kombination mit intelligenten Regeltechniken weiterentwickeln, um diese Leistungsdichte weiter zu steigern."
Um zum Anfang unseres Gesprächs zurückzukehren: Könnte es in der Zukunft wieder eine ähnlich revolutionäre Entwicklung in der Getreideernte wie die Erfindung des ersten Mähdreschers geben?
"Nein, das erwarte ich nicht. Auch wenn Mähdrescher in Zukunft autonom operieren sollten, also ohne Fahrer auskommen, wäre das nicht vergleichbar mit dem bahnbrechenden Fortschritt, den die Erfindung des ersten Mähdreschers darstellte."