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#AgriChallenge

 

Die Fruchtfolge macht sich breit: 7 folgenreiche Vorteile eines vielfältigen Anbaus.

Fokus auf die Fruchtfolge! Die über mehrere Jahre geregelte Abfolge landwirtschaftlicher Kulturen auf einem Feld ist eine uralte Praxis in der Landwirtschaft. Heute gewinnt sie vor dem Hintergrund des Klimawandels an besonderer Bedeutung. Was macht sie so wichtig und warum ist sie ein Pfeiler für eine nachhaltigere Zukunft? Christian Schulte, Product Marketing Manager Combine Harvesters bei CLAAS und Experte auf diesem Gebiet, sieht in einer vielfältigen Fruchtfolge diese 7 folgenreiche Vorteile.

1. Der Boden dankt es lange 


Eine vielfältige Fruchtfolge hat positive Effekte für die Bodenfruchtbarkeit und das Bodenleben. Durch den regelmäßigen Wechsel von humuszehrenden und humusmehrenden Kulturen wird der Humushaushalt stabilisiert. Humus ist entscheidend für die Bodenfruchtbarkeit und die Wasserhaltefähigkeit, besonders in trockenen Jahren. „So bleibt der Boden widerstandsfähig gegen Erosion und 
Austrocknung“, betont Christian.

2. Gesunde Erde bringt gesunde Ernte 


Der Wechsel verschiedener Pflanzenarten sorgt nicht nur für gesünderen Boden, sondern auch für höhere und stabilere Erträge: Unterschiedliche Pflanzen haben unterschiedliche Nährstoffbedarfe, wodurch der Boden nicht einseitig ausgelaugt wird. „Eine breite Fruchtfolge nutzt das Potential des Bodens besser aus“, sagt Christian, „was sich natürlich auf die Qualität und die abrechnungsrelevanten Inhaltsstoffe der Ernte auswirkt.“

3. Dem Unkraut wird’s ungemütlich 


Eine breite, gut aufgebaute Fruchtfolge hilft, Unkräuter zurückzudrängen und Pflanzenkrankheiten vorzubeugen. Durch den regelmäßigen Wechsel der Kulturen werden die natürlichen Lebenszyklen von Schädlingen unterbrochen und Unkräuter haben weniger Gelegenheit, sich zu etablieren. „Zudem kommen bei regelmäßig wechselnden Kulturen auch häufiger unterschiedliche Herbizide zum Einsatz. Dadurch sinkt das Risiko, dass bestimmte Unkrautarten Resistenzen gegen häufig eingesetzte Wirkstoffe ausbilden“, so Christian. Der Ackerfuchsschwanz zum Beispiel profitiert von Fruchtfolgen mit einem hohen Wintergetreideanteil und breitet sich stark aus. „Hier können Sommerungen wie Hafer oder Mais helfen den Ackerfuchsschwanz wieder zurückzudrängen“, erklärt der Experte.

4. Breitere Erntefenster, weniger Stress 


Eine breite Fruchtfolge führt zu einer gleichmäßigeren Auslastung der Maschinen und des Personals über das gesamte Jahr hinweg. Da die Erntezeiten der verschiedenen Kulturen unterschiedlich sind, können die Landwirte ihre Maschinen besser nutzen. Beispiel: Landwirte, die ausschließlich Wintergetreide und Raps als Druschfrüchte anbauen, stehen vor einem engen Erntefenster von etwa 15 Tagen. Eine 
abwechslungsreiche Fruchtfolge, die auch Bohnen nach dem Getreide einschließt, kann die Erntezeit weiter strecken und verringert den Zeitdruck während der Erntesaison.

5. Resistenz gegen Klimawandel 

 

Eine vielfältige Fruchtfolge bietet eine höhere Resilienz gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels. Kulturen wie Roggen und Triticale sind beispielsweise trockentoleranter. Durch den Anbau solcher Pflanzen können Landwirte besser auf extreme Wetterbedingungen reagieren und ihre Anbaumethoden anpassen. „Unsere Multicrop-Maschinen sind auf verschiedenste Früchte ausgelegt“, weiß Mähdrescher Experte Christian. Mit minimalen Anpassungen, viele davon von der Fahrerkabine aus im CEBIS-Terminal, lassen sich die Einstellungen für die passende Frucht vornehmen. „Die Maschinen sind bereit, daran wird’s nicht scheitern“, fasst es der Experte zusammen.

6. Die Fördertöpfe sind voll


„Aufgrund vieler ackerbaulicher und ökologischer Vorteile hat man sich auf EU- und nationaler Ebene darauf verständigt, vielfältige Fruchtfolgen zu fördern“, so Christian. Eine noch weitere Fruchtfolge kann nicht nur helfen, diese Vorgaben zu erfüllen, sondern bietet noch zusätzliche finanzielle Anreize und Förderprogramme, die Landwirte unterstützen, die auf eine vielfältige Fruchtfolge setzen.

7. Viel hilft vielen


Vielfältige Fruchtfolgen tragen zur Ernährungssicherheit bei, indem sie eine stabile und vielfältige Produktion von Nahrungsmitteln gewährleisten. Durch die Risikostreuung und die bessere Nutzung der natürlichen Ressourcen können Ernteausfälle minimiert und die Versorgungssicherheit erhöht werden. In kurz: Wenn eine von vielen Ernten ausfällt, ist immer noch mehr da, als wenn eine von wenigen ausfällt. Und das hilft am Ende vielen.