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Eine Sache der Einstellung
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Über CLAAS
Eine Sache der Einstellung

#21 Eine Sache der Einstellung.

Seit 2012 hilft das CLAAS Elektronisches Maschinen-Optimierungs-System, kurz CEMOS, Mähdrescherpiloten bei der Ernte und überzeugt mittlerweile auch die kritischsten Tester.

NameProduktJahr
CEMOS AUTOMATICMähdrescher      2012            

Mit seiner Wahl gibt der Fahrer CEMOS AUTOMATIC konkret vor, ein Ergebnis anzusteuern, das seiner gewünschten Strategie entspricht.

Mit dem „CLAAS Elektronischen Maschinen-Optimierungs-System“, CEMOS, stellte das Unternehmen bei der Agritechnica 2009 ein System vor, das sich im Dialog mit dem Fahrer an die bestmöglichen Einstellungen eines Mähdreschers für die jeweiligen Ernteverhältnisse heranarbeitet und dann kontinuierlich nachsteuert. Das Assistenzsystem läuft auf einem externen Terminal, über dessen Bildschirm der Fahrer in drei Schritten zu der für seine Zwecke bestmöglichen Maschineneinstellung gelangt: Zunächst wählt er eine Aufgabenstellung aus, z.B. will er die Kornverluste verringern. Daraufhin schlägt CEMOS bestimmte Einstellungen vor. Diese Vorschläge kann der Fahrer annehmen oder ablehnen sowie diesen Dialog so lange wiederholen, bis er mit dem Ergebnis zufrieden ist. Die neuen Einstellungen werden dann von CEMOS ausgeführt – z.B. eine andere Gebläsedrehzahl –, wobei der Fahrer zwingend die Veränderung bestätigen muss. Erfolgt keine Freigabe, bleibt alles unverändert.

 

CEMOS DIALOG ermöglicht es dem Fahrer auch, sogenannte Stopp-Einstellungen vorzunehmen: Er hält die Maschine an, um gegebenenfalls mit Werkzeugen eine bessere Einstellung vorzunehmen. Je nach Ausrüstungsgrad besitzt eine Erntemaschine um die 50 Einstellmöglichkeiten, nur die wichtigsten davon sind von der Kabine aus einstellbar. Ein Beispiel für Stopp-Einstellungen sind Anpassungen im Schneidwerk, die der Fahrer vornimmt, um den Gutfluss gerade bei schwierigen Bedingungen zu verbessern.

 

CEMOS arbeitet mit Vorgabewerten, die auf langjährigen Praxiserfahrungen basieren. Diese CLAAS Daten basieren auf erprobten Mittelwerten für fast alle Erntebedingungen. Da diese Werte dennoch meist einen Kompromiss darstellen, bleibt i. d. R. viel Spielraum für Optimierung. Dank CEMOS DIALOG kann der Fahrer diese Potenziale bis an ihr Limit ausschöpfen. Zu welchen außerordentlichen Leistungen LEXION Mähdrescher schon mit der ersten CEMOS Generation an Bord in der Lage waren, lässt sich anhand von Rekorden aufzeigen, aufgestellt vom LEXION 770 TERRA TRAC am 1. September 2011. Die Fahrer schafften in 8h einen Weltrekord- Die Erntemenge betrug 675,84 t (das ist im Vergleich zum alten Rekord ein Plus von 22,5%). Das entsprach einer Durchsatzleistung von 84,48 t/h bei einem Kraftstoffverbrauch von 1,15 l/t (minus 10,8%). Insgesamt war die Maschine rund 20 h im Dauereinsatz, dabei erreichte sie eine Erntemenge von 1.361,99 t, was bei einem Kraftstoffverbrauch von 1,20 l/t einer stündlichen Durchsatzleistung von 68,1 t entsprach.

 

Der Rekord ließ die CLAAS Entwickler nicht ruhen, im Gegenteil: Die Innovation CEMOS AUTOMATIC war die konsequente Weiterentwicklung des CEMOS DIALOG Ansatzes und nutzte ein völlig neues Software-Konzept, das einfach, aber wirkungsvoll funktioniert. Einmal aktiviert, stellt die Software im Mähdrescher die für die Restkornabscheidung relevante Rotordrehzahl und Rotorklappenstellung automatisch ein. Im Reinigungssystem greift CEMOS AUTOMATIC auf die Gebläsedrehzahl sowie die Öffnungen von Ober- und Untersieb zu und passt diese permanent den jeweils aktuellen Anforderungen an. Kombiniert mit dem GPS PILOT zur automatischen Lenkung und dem CRUISE PILOT als Vorfahrts- und Durchsatzregler, kam ein mit diesen Techniken ausgerüsteter LEXION der Vision von der automatischen Ernte schon recht nahe.

 

Die permanenten Nachjustierungen sind eine der Stärken von CEMOS AUTOMATIC – für den Fahrer wäre das in dieser Konsequenz nicht leistbar. Dieser wählt eine jederzeit änderbare Erntestrategie, den Rest erledigt die Maschine. Der Mähdrescher ruft somit immer das Optimum ab, der Fahrer hat ein waches Auge darauf – nicht mehr und nicht weniger. Und weil die Erntemaschine durch die eingebauten digitalen Funktionen ihre Möglichkeiten voll ausspielt, erreicht sie bei der gewählten Strategie das maximal mögliche Ernteergebnis.