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#AgriTech

 

Was sind das für Raupen, die den Boden schützen?

Raupen erobern das Feld – und immer mehr Landwirte lieben sie. TERRA TRAC macht die Feldbearbeitung flexibler, schon seit rund 30 Jahren. Das von CLAAS auf den Markt gebrachte System gewinnt vor dem Hintergrund immer schwieriger werdender Wetter- und damit Bodenbedingungen aktuell immer weiter an Bedeutung. Die Raupenlaufwerke minimieren die Bodenverdichtung, schützen die Bodengesundheit und übertragen die Zugkraft effizient. Ein Win-Win für Landwirt und Umwelt, auch weil die hydropneumatische Federung höchsten Fahrkomfort bietet, kombiniert mit zielgenauer Schneidwerkführung. Sebastian Wagemann, Head of R&D TERRA TRAC bei CLAAS, im Interview über Raupen, Druckzwiebeln und kontaktreduzierte Kurvenfahrten.

TERRA TRAC sind bekannt für ihre effiziente Kraftübertragung. Welchen nachhaltigen Nutzen gibt es bei den Raupenlaufwerken noch? 

 

Ganz klar die Bodenschonung. Schauen wir uns zwei Felder an: Auf dem einen fährt ein Mähdrescher mit Reifen, auf dem anderen einer mit Raupenlaufwerk. Den Unterschied sehen wir mehrere Jahre lang. Bei schweren Maschinen mit Reifen gibt es Spuren im Getreide. Das merkt man dann auch bei den Erträgen. Etliche Studien beweisen, dass eine zu hohe Bodenverdichtung das Wurzelwachstum behindert, die Düngeeffizienz verringert und u.a. Schadorganismen begünstigt.

Kritiker sagen, dann dürfen die Maschinen halt nicht so schwer sein …

 

Es ist ja nicht nur der Boden, der bei Umweltaspekten in Betracht gezogen wird: Es ist erwiesen, dass größere Maschinen effizienter sind. Bei großen LEXION Hybrid Maschinen kann der Verbrauch sogar bis zu einem Liter Diesel pro Tonne Weizen runter gehen. Wenn man stattdessen drei kleine Drescher nutzen müsste, wäre der Verbrauch deutlich höher. Außerdem müssten diese von drei Menschen bedient werden. Die Raupenketten verteilen den Druck wesentlich besser als Reifen. Das sieht man an den Druckzwiebeln: Bei Reifen, vor allem bei höherem Luftdruck, wird auch der Boden unterhalb der Pflugsohle komprimiert. Das ist bei TERRA TRAC ganz anders.

Warum aber Raupen, geht das nicht auch anders? 

 

Doch. In den USA kennt man die Bilder von Mähdreschern mit Zwillings- oder sogar Drillingsbereifung. In Europa nicht. Einfacher Grund, kennt man aus Deutschland und nennt sich Straßenverkehrsordnung. Eine fünf Meter breite Maschine darf nicht auf die Straße. Mit TERRA TRAC gibt’s die große, weil lange, Aufstandsfläche samt StVO-Zulassung. Natürlich gibt es auch Reifendruckregelanlagen, die den Druck bedarfsgerecht anpassen: für Straßenfahrten erhöhen, z.B. beim Silage-Transport, und auf dem Feld wieder verringern. Aber an die Vorteile von TERRA TRAC reicht auch das nicht heran. 

Welche Auswirkungen hat TERRA TRAC auf die Ernte? 

 

Reifen können aufschwingen, TERRA TRAC nicht. Je weniger die Maschine wankt, desto genauer kann man sie einstellen. Insbesondere am Hang stehen die Maschinen sehr sicher, das macht die Arbeit effizient. Eine Besonderheit ist der Grasmodus beim Feldhäcksler: Die hydropneumatische Federung wird genutzt, um das Laufwerk aktiv zu übersteuern. Das zieht also einen Teil des Raupenlaufwerks hoch, reduziert die Aufstandsfläche um fast die Hälfte – und in der Kurve bleibt viel mehr von der Grasnarbe stehen. 

Aber jeder Schüler weiß doch: mehr Reibung, mehr Verbrauch. Gilt das nicht auch für Raupenlaufwerke?

 

Auf den ersten Blick schon. Aber, nehmen wir den Traktor, bei dem ja der Großteil der Kraftübertragung – und somit des Verbrauchs – auf den Antrieb geht. Da ist TERRA TRAC deutlich effizienter: Der Schlupf wird reduziert. Das heißt, dass mehr Motorleistung auf den Boden geht. Das überkompensiert die zusätzliche Reibung deutlich. Dazu kommt: Mit Raupen kommen die Landmaschinen auch unter schwierigen Bedingungen noch aufs Feld. Bei unsicheren klimatischen Bedingungen kann das ein entscheidender Faktor für eine erfolgreiche Ernte sein. Aber auch bei der Grunddüngung im Frühjahr stellt sich häufiger die Frage: Komme ich im Düngefenster aufs Feld drauf? Mit TERRA TRAC ist die Antwort fast immer: ja.